Ledersitze im Auto reinigen und pflegen: Anleitung

Leder im Auto ist robust, aber nicht wartungsfrei. Schweiß, Hautfett und Abrieb von der Kleidung setzen sich in der Oberfläche fest, das Leder glänzt speckig und wird hart. Mit Reinigung und Pflege in zwei Schritten bleibt es matt, weich und ansehnlich.

Innenraum eines Porsche 911 mit Ledersitzen und Mittelkonsole

Kurz gesagt

  • Sauberes Autoleder ist matt. Speckiger Glanz ist Schmutz und kein Zeichen von Pflege.
  • Zuerst wird gereinigt, dann gepflegt. Pflege auf schmutzigem Leder schließt den Schmutz ein.
  • Scharfe Reiniger, Haushaltsmittel und zu viel Wasser schaden der Oberfläche.
  • In unserem Innendetailing Premium sind Lederreinigung und Lederpflege enthalten.

Welches Leder im Auto verbaut ist

In den meisten Autos steckt pigmentiertes Glattleder. Es hat eine farbige Deckschicht und darüber einen dünnen Schutzlack. Diese Oberfläche ist unempfindlich und leicht zu reinigen. Gepflegt wird also vor allem die Schutzschicht und nicht die Lederhaut selbst.

Offenporiges Leder ohne Deckschicht und Alcantara sind empfindlich und brauchen eigene Mittel. Alcantara ist kein Leder, es ist eine Mikrofaser. Im Zweifel hilft der Blick in die Betriebsanleitung.

Das brauchst du

  • Einen Staubsauger mit weicher Bürste
  • Einen Lederreiniger, zum Beispiel als Schaum
  • Eine weiche Lederbürste oder einen Schwamm
  • Mehrere saubere Mikrofasertücher
  • Eine Lederpflege mit UV-Schutz

Ledersitze reinigen in vier Schritten

  1. Saugen: Krümel und Sand aus Nähten und Falten saugen. Sandkörner wirken beim Reiben sonst wie Schleifpapier.
  2. Reiniger aufschäumen: Den Reiniger auf die Bürste oder den Schwamm geben und nicht direkt aufs Leder.
  3. Fläche für Fläche arbeiten: Mit leichten, kreisenden Bewegungen reinigen. Nähte und Sitzwangen brauchen besondere Aufmerksamkeit.
  4. Abnehmen: Den gelösten Schmutz mit einem leicht feuchten Tuch abwischen und mit einem trockenen Tuch nachwischen.

Bei perforiertem Leder mit Sitzlüftung wird mit sehr wenig Flüssigkeit gearbeitet, damit nichts in die Löcher läuft.

Ledersitze, Lenkrad und Fußmatten in einem Porsche 911
Fahrersitz und Lenkrad sind die Stellen, die stark beansprucht werden.

Leder pflegen

Nach der Reinigung ist das Leder sauber und trocken. Jetzt kommt die Pflege. Sie wird dünn mit einem Tuch aufgetragen, zieht kurz ein und wird mit einem sauberen Tuch nachgewischt. Eine gute Pflege hinterlässt eine matte, trockene Oberfläche. Sie hält das Leder geschmeidig und schützt vor UV-Licht, das Farbe ausbleichen lässt.

Dabei reicht eine kleine Menge. Zu viel Pflege bleibt als Film stehen, wird klebrig und zieht Schmutz an.

Diese Fehler solltest du vermeiden

  • Spülmittel, Glasreiniger oder Allzweckreiniger verwenden
  • Mit harten Bürsten oder Schmutzradierern schrubben
  • Das Leder nass machen und in der Sonne trocknen lassen
  • Pflege auftragen, ohne vorher zu reinigen
  • Hausmittel wie Öl oder Milch benutzen

Helles Leder und Jeans

Auf beigem und grauem Leder zeigen sich blaue Verfärbungen von Jeans, vor allem an der Sitzwange des Fahrersitzes. Frisch lassen sie sich mit Lederreiniger meist entfernen. Sitzen sie lange, ziehen sie in die Deckschicht ein. Eine Lederpflege mit schützender Wirkung verzögert das Abfärben.

Risse und Abrieb

Reinigung und Pflege erhalten gesundes Leder. Risse, durchgescheuerte Stellen und abgeplatzte Farbe behebt sie nicht. Dafür braucht es eine Lederreparatur. Umso wichtiger ist es, früh mit der Pflege zu beginnen. Wie der restliche Innenraum sauber wird, steht im Beitrag Auto innen reinigen. Alle Pakete findest du auf der Seite Innenaufbereitung.

Häufige Fragen

Wie oft sollten Ledersitze gepflegt werden?

Eine Reinigung und Pflege zwei- bis dreimal im Jahr reicht für die meisten Autos. Helles Leder und stark genutzte Fahrersitze brauchen es öfter.

Warum glänzen meine Ledersitze?

Der Glanz entsteht durch Hautfett, Schweiß und Schmutz, die sich auf der Oberfläche ablagern. Nach einer gründlichen Reinigung ist das Leder wieder matt.

Kann ich Ledersitze mit Feuchttüchern reinigen?

Davon ist abzuraten. Viele Tücher enthalten Stoffe, die die Schutzschicht des Leders angreifen. Ein Lederreiniger ist auf die Oberfläche abgestimmt.

Was kostet die Lederpflege bei euch?

Sie ist Teil des Innendetailings Premium. Das Paket kostet ab 159 € für Kleinwagen, ab 179 € für Limousine oder Kombi und ab 199 € für SUV, jeweils inkl. MwSt.

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